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MVCA Jahreshauptversammlung 2012
- „Alle unter einem Dach …“ |
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ist der Titel einer amerikanischen Sitcom, die
in den 90er Jahren täglich über unsere
Röhrenbildschirme flimmerte – könnte
aber auch als Motto für die MVCA Jahreshauptversammlung
dienen. Denn wann sonst als zu diesem Termin versammeln
sich nahezu alle Mitglieder unter dem Glasdach
des Gasthof Bäckerbrunnen, gespannt vor Neugierde,
welche Raritäten und Neuerwerbungen ihnen
wohl heuer wieder unter die Augen „geschoben werden
würden“? |
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| Und
sie wurden wieder nicht enttäuscht – vom Fahrrad
aus den 30 er Jahren über hilfsmotorisierte „Schpuckerl“
wie der Austro Motorette aus 1921 (Hermann Gubo) oder
des ebenso raren Assmann mit dem Saxonetten Nabenmotor
(Hans Unterleitner) bis zu schweren Rennern wie der 750er
Zweizylinder Norton (Thomas Malzner) spannte sich der
Bogen. A propos Renner: dass sich MVCA Mitglieder gerne
auf Asphaltpisten messen, ist bekannt. Kein Wunder also,
dass Fahrzeuge mit Nummerntafeln vorne drauf heuer in
der Überzahl waren: Markus Helferts Puch 250 SGSS
im Renntrimm erfreute zwar die Augen, strapazierte aber
die Trommelfelle der Umstehenden gewaltig. Die waren deshalb
froh, dass die gnomenhafte Rumi (Manfred Grill) nicht
gestartet wurde, deren offene Megaphone ein ähnliches
Konzert erwarten ließen. |

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| Geschichten
aus der Rennsportgeschichte der ganz frühen Epoche
erzählten Peter Ehringers Harley Davidson Twin Cam
Racer aus 1924 ebenso wie die TT Indian, die Ehrengast
Fritz Ehn aus seinem Museum in Sigmundsherberg nach Attnang
Puchheim mitgebracht hatte: 1911 beschickte der Motorradgigant
aus dem amerikanischen Springfield die Tourist Trophy
mit vier Maschinen, die in der neugeschaffenen Senior
Klasse den einheimischen Briten das Fürchten lehren
sollten. Obwohl der eigentliche Indian Favorit Jake DeRosier
gestürzt und nur auf den 12ten Rang gekommen war,
bleib das Stockerl fest in amerikanischer Hand: Indian
erreichte mit Oliver Godfrey, A. J. Moorhouse und dem
Iren Charles Franklin die ersten drei Plätze. Zwar
wurde anfänglich der lange führende Charles
Collier mit seiner Matchless als zweiter gewertet, weil
ihm aber das Benzin ausgegangen war und er beim Nachtanken
fremde Hilfe in Anspruch genommen hatte, wurde er nachträglich
disqualifiziert, somit war der totale Triumph für
Indian perfekt. Sie waren mit Kettenantrieb und Zweiganggetriebe
den britischen Maschinen technisch weit überlegen. |

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| Die
Indian Werksmaschinen verschwanden im Lauf der Zeit und
galten als verschollen. In den 90er Jahren fand ein kanadischer
Restaurator einen Motor mit Getriebe und Hinterradnabe,
den er als einen dieser vier Werksmotoren identifizieren
konnte. Rund um diese Fragmente entstand unter Zuhilfenahme
von Großserienteilen ein Neuaufbau. Fritz Ehn konnte
dieses geschichtsbeladene Einzelstück erstehen und
nach Österreich bringen. 2011 nahm der Renner bei
der TT am Lap of Honour teil und kehrte somit an den Schauplatz
des Triumphs zurück. Und die MVCA Mitglieder kamen
in den Genuss, das rote Geschoß hautnah betrachten
und Fritz Ehn persönlich darüber befragen zu
können. |

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| Im
Zuge der JHV fand auch die Siegerehrung der von Herbert
Borstnar organisierten MVCA Clubmeisterschaft statt: durchgesetzt
hat sich diesmal Puch-Boy Markus Helfert, zweiter wie
im Vorjahr Walter Malzner, als Dritter wieder ein Puch-Treiber,
Sepp Duftschmid. Mehr dazu HIER
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