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Classic Expo Salzburg, 1. - 3. Oktober
2010 |
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| Motorrad
Veteranenclub Attnang Puchheim - MVCA auf über
1000 Quadratmetern
Die
Show des MVCA vom Vorjahr muss angekommen sein,
denn 2010 wurde uns gleich die ganze Halle 7
zur Verfügung gestellt. Auf über 1000
m² haben wir 130 Motorräder aus über
100 Jahren Motorradgeschichte zusammengetragen
und in verschiedenen Themenbereichen präsentiert.
Ein paar Beispiele? Bitte sehr: |
| ZWISCHENKRIEGSZEIT -
Als in Österreich noch links gefahren wurde
... Was viele heute nicht mehr wissen:
vor dem zweiten Weltkrieg wurde in Österreich
Links gefahren – zumindest in manchen Bundesländern.
Der Übergang zum Rechtsverkehr war fließend,
erst ab dem 19. September 1938 herrschte eine
einheitliche Regel - hier einige Maschinen aus
dieser Epoche. |
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| ZEITZEUGE „Tag der Tränen“
heißt der 21. April 1945 in Attnang Puchheim,
weil der Verkehrsknotenpunkt an diesem Tag von
amerikanischen Bomberverbänden vollständig
zerstört wurde. Ein AJS Motorrad wurde damals
getroffen und in einen Baum hochgeschleudert,
sie blieb in diesem Zustand bis heute als Zeitzeuge
erhalten. Diese Szene wird auf der Messe in einem
Diorama nachgestellt. |
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| PUPPENKABINETT - Motorradkleidung
im Wandel der Zeit. Wer heute auf ein
Motorrad steigt, setzt automatisch einen Helm
auf - Muss er ja auch, sonst macht er sich strafbar.
Das war nicht immer so, Helme und Motorradbekleidung
entwickelten sich erst im Lauf der Zeit, wie diese
erstmals gezeigte Sammlung eindrucksvoll dokumentierte. |
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| ROCK’N ROLLER - Die Vespa
und ihre Nachkommen Der Roller wurde
von Vespa in Italien erfunden und hat sich in
den 50er Jahren von dort über ganz Europa
verbreitet. Einen kleinen Einblick in das Schaffen
der heimischen Werke als auch der benachbarten
Konkurrenz gab diese Sonderausstellung auf der
Classic Expo. |
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YOUNGTIMER - Japan gegen
Italien hieß in den 70er Jahren
der (motortechnische) Länderkampf, der großteils
in Europa ausgetragen wurde. Die Söhne Nippons
überschwemmten den Kontinent mit völlig
neuartigen, technisch hochqualitativen Mehrzylindern,
speziell die Italiener wehrten sich mit Straßensportlern.
SECHS IN REIHE - Gigantomanie
aus Italien und Japan. Benelli machte den Anfang:
um sich gegen die Armada der übermächtigen
japanischen Supersportler zu wehren, gab Alejandro
de Tomaso die Entwicklung eines „Übermotorrads“
mit Sechszylindermotor in Auftrag. Es dauerte
nicht lange, bis Honda und Kawasaki nachlegten. |
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| DAS HEISSE EISEN - Patiniert
oder Neulackiert? Ein Scheunenfund und
verschiedene Herangehensweisen an den Umgang damit:
Neuaufbau incl. Lackierung und Verchromung? Oder
Erhaltung der Substanz und Patina? Nur technisch
überholen? Das gleiche Motorrad in unterschiedlichen
Zuständen war der Aufhänger für
eine Podiumsdiskussion unter Spezialisten mit
unterschiedlichen Anschauungen. |
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| FAHRERLAGER - Die Ruhe
vor dem Sturm: Im heutigen Motorsportzirkus
ist es für einen Fan im Fahrerlager nahezu
unmöglich, einen Blick auf die Arbeit der
Mechaniker zu werfen. Anders in der historischen
Szene: hier weht noch der nostalgische Wind von
gestern. Eine Idylle, die hier auf der Classic
Expo mit vielen Rennmaschinen und -Gespannen nachgestellt
wurde. |
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| DER PIONEER RUN
- Die älteste Oldtimerrallye der Welt: Zu
einer Zeit, als die meisten der Motorräder,
die wir heute als Oldtimer sammeln, noch gar nicht
gebaut waren, fuhren die Briten bereits die Rallye
von London nach Brighton. Zugelassen (und hier
gezeigt) werden nur Fahrzeuge, die vor dem 1.
Jänner 1915 gebaut wurden und ein entsprechendes
Zertifikat haben. |
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| In der BLACK BOX
- die diesmal den Namen „die Schatzkammer“
trug, standen Fahrzeuge, die eines gemeinsam hatten:
ihr unrestaurierter Originalzustand, ihre Rarität
und ihre spezielle Geschichte machen sie zu technischen
Zeitzeugen und Wunschobjekten eines jeden Oldtimerfans. |
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| Zu den Exponaten
- aus einem Kuchen, der nur aus Rosinen besteht,
einzelne herauszupicken, ist wenig sinnvoll, daher
ein Rückblick aufs Geschehen: um die durchwegs
raren Motorräder eindrucksvoller zu präsentieren,
wurden sie nicht nur auf Podesten stehend präsentiert,
sondern auch zu festgelegten Zeiten gestartet
und soundstark hochgedreht. Ein Highlight hier
das Monowheel aus dem Museum Altmünster,
dessen Gefährlichkeit in Bewegung mit einem
Video noch erläuternd ergänzt wurde.
Gefahren wurde aber auch, und zwar durch die Halle
mit Uralt-Motorrädern aus der Messingära.
Auf einem Clyno Gespann aus 1910 durften sogar
(freiwillige) Damen aus dem Publikum bei der Rundfahrt
den „heißen Stuhl“ einnehmen! Podiumsdiskussionen,
Pantomimen und Bodypainterinnen machten die Show
zusätzlich kurzweilig und die Motorradhalle
7 zu einem besonderen Hot Spot dieser Messe. |
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