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| Zündapp
Z 200, Baujahr: 1928 |
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| Zum Rasen verleitet
sie sicher nicht, die Z 200 von Zündapp, denn die 4,5
PS, die der luftgekühlte Zweitakter produziert, reicht
wirklich eher zum gemütlichen Herumkutschieren. Als
1928 ein Gesetz erlassen wurde, das Motorrädern Führerschein-
und Steuerfreiheit zusichert - einzige Bedingung: der Fahrer
muß älter als sechzehn sein, hat diese Hubraumklasse
bei den Käufern heftigen Zuspruch gefunden. Das kam
gerade passend für die Zünder- und Apparatebau
GesmbH aus Nürnberg, die sich ja seit Beginn ihres
Einstiegs in die Motorradproduktion (der ja noch nicht weit
zurückliegt) ohnehin eher mit „hubraumschwachen“, dafür
aber robusten und alltagstauglichen Krädern beschäftigt
hatten. |
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Und so hat es begonnen in Nürnberg:
aus der Not entstand die Idee zum Bau von Motorrädern
bei der Zünder- und Apparatebau GmbH, einer Munitionsfabrik
in Nürnberg. Entweder man hätte nach dem großen
Krieg 1914-18 den Betrieb eingestellt oder auf Zivilprodukte
umgesattelt. Vorher hatte man mit verschiedensten Artikeln
herum experimentiert, beispielsweise mit Schreib- und Korbflechtmaschinen.
Schlussendlich fertigte man 1922 mit der Z 22 das erste Motorrad.
Die Z 22 war zwar eine freche Kopie der englischen Levis,
aber in Nürnberg wurde auch der hohe Qualitätsstandard
und die Robustheit des englischen Zweitaktpioniers kopiert.
Als ‚Motorrad für Jedermann‘ wurde sie beworben. 1923
folgte mit der K 249 eine verbesserte Ausführung, die
ab 1925 als Einheitsmodell angeboten wurde. Wegen der Führerschein-
und Steuerfreiheit kam ab 1928 die Z 200, die es in verschiedenen
Ausführungen gibt. Dies hier ist das Billigmodell mit
Stecktank, das Luxusmodell wird hingegen im Prospekt folgendermassen
beworben: „ausgestattet mit ventillosem 2Takt Motor 198ccm,
3Gang, Stahlseil-Ballon-Cord Reifen, vollständigem Werkzeug,
FENAG Zündlichtanlage, Tacho, elektrischem Horn, Ballhupe,
Benzinanzeige, Fußbrettern und Beinschützern.“
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| „Noch was steht
im Prospekt, an das sich auch der heutige Besitzer dieses
Oldtimers zu halten genötigt sieht: „man fahre mit
mäßiger Geschwindigkeit und gebe auf keinen Fall
Vollgas“. |
Zündapp Z 200,
Baujahr: 1928
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Besitzer:
Reiter Franz
Attnang Puchheim |
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