Ab 1903 wurden in Nürnberg auch gleichen Motorräder
gebaut wie in Coventry, allerdings erzwang geringer Absatz
schon 1907 wieder eine Einstellung dieser Sparte, dafür
kamen Schreibmaschinen ins Programm. Einen Neuanfang gab
es 1919 mit der „Knirps“, einem Lizenzbau des englischen
Triumph Modells „Junior“. Ab da wurde wieder ein Großteil
der englischen Produktpalette übernommen, bevor es
1930 zum großen Krach kam: in Nürnberg wurde
eine neue Modellreihe mit Schweizer MAG Motoren vorgestellt!
Ein Affront für das englische Mutterwerk – die Klage
kam prompt, bis zur Urteilsfindung sollte es aber längere
Zeit dauern. Und dieses bedeutete für die Nürnberger,
dass sie zwar weiterhin den Markennamen „Triumph“ verwenden
durften, aber ausschließlich für den Inlandsmarkt.
Für den Export musste in Folge zuerst „Orial“ auf
den Tank gemalt werden, dieser Name wurde später
gegen „TWN“ (die Abkürzung für Triumph Werke
Nürnberg“) eingetauscht.
|