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| Sunbeam
600 Model 9, Baujahr 1930 |
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| Es könnte kaum einen schöneren
und treffenderen Namen geben für diese schwarze Schönheit
mit den hell leuchtenden, goldenen Zierlinien: „Sunbeam“,
der Sonnenstrahl. Dass es eine weitere Firma gibt, die womöglich
auf den selben Namen gekommen war wie die John Marston Limited
(so hatte Sunbeam ursprünglich geheißen), vermag
da auch nicht verwundern. Oder war die „Sun Cycle & Fittings
Company“ womöglich sogar früher dran? Jedenfalls
ist ihr Tanklogo mit dem von Sonnenstrahlen umkränzten
Namenszug ziemlich ähnlich.... |
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| So auf dem Bild
mag ja eine Sunbeam nicht viel anders aussehen als irgend
ein anderes englisches Motorrad auch, aber dennoch war sie
irgendwie einzigartig, sowohl optisch als auch vom Sound.
Eine Sunbeam konnte man schon von weitem am sonoren Auspuffton
erkennen, und die Touren- und Sportmodelle haben immer wie
die erfolgreichen Rennmaschinen ausgesehen – so wie diese
9er Modelle. Die waren optisch am käuflichen Rennmodell
90 orientiert, kopfgesteuert, über 20 PS Leistung,
mit dem Doppelport-Zylinderkopf (man konnte sie aber auch
mit Single Port haben), sie hatten aber auch typische Attribute
eines Tourers – zB. der geschlossene Ölbad-Kettenkasten. |
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1899 wurde das Unternehmen
als John Marston Limited in Wolverhampton gegründet,
zuerst entstanden Metallwaren, darunter Fahrräder.
Die trugen schon für Sunbeam typische Merkmale:
erstklassige Verarbeitungsqualität (der Preis
spielte keine Rolle), hochwertigste Mehrschichtlackierung
(immer schwarz mit goldenen Zierlinien), der geschlossene
Kasten mit der im Ölbad laufenden Kette. Die
optische Erscheinung legte den Namen nahe, der auch
für die bald darauf anlaufende Autoproduktion
übernommen wurde. Das erste Motorrad wurde erst
1913 hergestellt, eine 350er mit eigenem Motor. Bei
Sunbeam wusste man, dass der Umsatz mit Rennerfolgen
zu steigern war - speziell Siege bei der Tourist Trophy
waren wichtig. Sunbeam errang sie 1920, `22, `28 und
`29. Die Zuverlässigkeit des Materials war ausschlaggebend,
denn zu den Schnellsten gehörten die „Sonnenstrahlen“
nie. Aber diese sprichwörtliche Zuverlässigkeit
verhalf zu Erfolgen auf allen Rennstrecken Europas,
auch in Österreich. Der spätere Autofabrikant
Carlo Abarth (der damals noch Karl hieß) und
Rupert Karner, (sein Bruder Anton vertrat die Wolverhamptoner
Firma hierzulande), waren die bekanntesten heimischen
Sunbeam Piloten. |
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Das Modell 9 gab es in einer Halbliter Version, aber
auch baugleich als 600er, speziell für den Einsatz
als Gespann - Zugpferd gedacht. Die hatte dann ausreichende
26 PS Leistung und unterschied sich optisch hauptsächlich
durch die Uhr, die serienmäßig neben dem Drehzahlmesser
am Tank angebracht war – ein Luxus-Gimmick zur damaligen
Zeit!
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Sunbeam
600 Model 9,
Baujahr 1930 |
Gerhard
Perndorfer, Pinsdorf |
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