| Wenn man sich diese Standard anschaut, denkt
man unwillkürlich: „die Engländer bauten halt
doch die schönsten Motorräder“ Und unterliegt
dabei einem Irrtum. Es gab zwar eine englische Standard,
aber die war nicht die einzige mit diesem Namen. Auch in
Deutschland existierten zwei Marken dieses Namens: in Westfalen
gab es bis 1924 eine Firma, die ihre Motorräder Standard
taufte, aber die weitaus bekanntere wurde in Ludwigsburg
hergestellt, und zwar von der Standard Fahrzeugfabrik GmbH
des Wilhelm Gutbrod. Dieser hatte vorher bei der Motorradfabrik
Klotz in Stuttgart gearbeitet und sich nach deren Schließung
selbständig gemacht. Seine Maschinen hatten entweder
MAG oder JAP Motoren, das Getriebe kam von Burman, und sie
schauten wirklich typisch englisch aus.
Die CT ist ein Tourenmodell mit dem wechselgesteuerten
MAG Motor mit entweder 500 oder 600ccm Hubraum. Glänzend
steht sie da, „british at it‘s best“, mit ihrem langhubigen
Motor, der Castle Gabel (Lizenz Brough), die ebenso wie
der verchromte Tank nur bei Luxusmodellen verwendet wurde,
und nicht zu vergessen die Zweifarb-Lackierung, die eine
Standard auch optisch von den anderen meist in Einheitsschwarz
gewandeten Modellen der Konkurrenz abhebt..... |