Beim Kunden stieß die GT wegen der Federung
zuerst auf tiefe Skepsis, trotz eines moderaten
Preises fanden sich im ersten Jahr lediglich 78
Abnehmer für das neue 500er Modell! Giuseppe
Guzzi, Carlos Sohn, wusste aber werbewirksame Maßnahmen
zu setzen, er setzte sich auf eine GT und fuhr von
Italien zum Polarkreis. Das überzeugte, und
fortan hatte der Kunde die Qual der Wahl: gefedert
oder ungefedert, kopf- oder wechselgesteuert? Alle
Varianten waren möglich. Mitte der 30er Jahre
gab es die 500er also als S (Sport, ioe), als GTS
(gefedert), als V (das V steht für „Valvole
in Tesa“, was „Ventile im Kopf“, also ohv bedeutet)
und als GTV, womit wir endlich bei unserem Fotomodell
angekommen sind.
Die GTV bringt 160 Kilogramm auf die
Waage, die 19 PS des obengesteuerten Motors können
diese auf bis zu 120 Km/h beschleunigen. Fußschaltung
ist obligat, der Pilot hat dabei vier Gänge zu
sortieren. Für unsere Augen erscheint die Farbgebung
in typisch italienischem „Ferrarirot“ gehalten zu
sein, im Moto Guzzi Hausjargon heißt das hingegen
„Amaranto Scuro“. Jedenfalls eine wirklich schöne
Maschine, „la bella macchina!“ |