Was hat das mit
diesem Motorrad zu tun? Na, der irreführende Name!
Flottweg, Flott-Weg, dabei denkt man doch an eine PS strotzende
Sportmaschine, mit der man eben flott weg und schnell woanders
ist.....“Nein, eine PS strotzende Sportmaschine ist die
Flottweg beileibe nicht, vielmehr handelt es sich dabei
um ein etwas untermotorisiertes Kleinkraftrad der 200ccm
Klasse, die zu jener Zeit noch führerschein- und steuerfrei
war. Der Erbauer, die Ottowerke in München, stellte
daher in seinem Prospekt aus 1927 auch klar, dass die Flottweg
„.... nicht für Rennzwecke bestimmt, wohl aber dauerhaft,
für die Handhabung einfach und absolut betriebssicher
sei.“ Die Ottowerke hatten 1922 mit dem Bau eines Viertakt-Hilfsmotors
mit 119ccm begonnen, der vor dem Lenkkopf des fahrradähnlichen
Rahmens befestigt war. Größerer Erfolg war aber
erst dem Modell III F aus 1924 beschieden, einem riemengetriebenen
Kleinmotorrad mit 169ccm, mit ohv Steuerung. Abgelöst
wurde die III F 1927 von der III FK. Kettenantrieb und ein
größerer Hubraum von 183ccm waren die Verbesserungen.
Sie wurde bis 1929 gebaut. Nach einer Pause von mehreren
Jahren brachten die Ottowerke (eigentlich eine Flugzeugfirma,
deshalb auch in der Nähe der Flugwerft Schleißheim
bei München angesiedelt) noch verschiedene Versionen
mit JAP Motoren auf den Markt, bevor die Firma von BMW geschluckt
wurde. |