| Jack Sangster und Edward Turner hatten Ariel 1934 verlassen
und waren zu Triumph gewechselt: Sangster als Chef und Turner
als Konstrukteur. Er war es dann auch, der 1937 das Bild
des typischen englischen Dampfhammers änderte: weg
vom kernigen Einzylinder hin zum durchzugstarken Twin. Ein
Konzept, das für die nächsten fünf Jahrzehnte
Gültigkeit haben sollte.
„Speed Twin“ hieß seine Neuschöpfung, die Zusatzbezeichnung
T5 bezog sich auf die 500 ccm Hubraum. „Speed Twins“ entwickelten
sich zum Exportschlager, besonders auf dem amerikanischen
Markt. Aber davor stand der zweite Weltkrieg, in dem die
deutsche Luftwaffe das Triumph werk in Coventry in Schutt
und Asche legte. Doch schon kurz darauf wurde eine neue
Fabrik in Meiden, etwas außerhalb von Coventry, aufgebaut
um die Fertigung von Militär-Motorrädern wieder
aufzunehmen. Deshalb konnte schon kurz nach Kriegsende,
im Jahr 1946, die Herstellung ziviler Motorräder wieder
beginnen. Basis waren die Speed Twin Modelle mit 350 und
500ccm Hubraum, der Wunsch der amerikanischen Motorrad-Freaks
nach mehr Hubraum verhallte aber nicht ungehört in
Meriden: 1949 kam die Thunderbird T6 mit 650ccm Hubraum.
Triumph hatte damit eine Marktlücke entdeckt, in der
weder BSA noch Norton als Hauptkonkurrenten vertreten waren.
Nachdem Triumph 1951 durch BSA übernommen worden
war, erweiterte die neue Firmenleitung die Produktpalette
hauptsächlich nach unten. Die Thunderbird als Spitzenmodell
blieb allerdings im Programm. Es wäre auch unsinnig
gewesen, die Herstellung des größten Exportschlagers
einzustellen. Der Speed Twin Motor war gut genug für
größere Aufgaben, deshalb war er äußerst
beliebt bei Tunern wie Triton oder Rickman.
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Besonders bei Rennen in den Staaten wurde
er immer wieder ausgereizt – wer kennt nicht die legendäre
„Slippery Sam“, die beim Brand des National Motor Museums
in Birmingham völlig zerstört, inzwischen aber
wieder wie neu aufgebaut wurde? Legenden wie Mike Hailwood,
Gerry Nixon oder John Hartle waren auf Triumph erfolgreich.
Und nicht zu vergessen Johnny Allen: mit seiner raketenförmigen
Triumph stellte er auf dem Bonneville Salt Falls einen neuen
Weltrekord für Motorräder auf. Der Name „Bonneville“
wurde deshalb ab 1958 der Nachfolgegeneration der Thunderbird
ins Markenbuch geschrieben.
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