Jedenfalls war der Rahmen
wesentlich niedriger als bei der 220er, und vermittelte
dem tiefer sitzenden Piloten ein wesentlich sichereres
Fahrgefühl. Der Benzintank setzte sich aus zwei seitenverkehrten
Hälften zusammen, die über das obere Rahmenrohr
gehängt wurden, wobei jeder einen extra Einfüllstutzen
hatte. Als Verbrauch veranschlagte das Werk ca. 2,8 Liter
Benzin und 0,25 Liter Öl auf 100 Km, das ganze Gefährt
wog so um die 100 Kg und erreichte wohl eine Spitzengeschwindigkeit
von etwa 90 Km/h.
Das lag ganz im Sinne der
Verbraucher, die 250er Touren verkaufte sich prächtig.
Über 13.000 Einheiten fanden treue Kunden. Die Konkurrenz
kam aus dem eigenen Haus, und zwar 1934 in Form der S4.
Die leistete ungetunt schon 10,5 PS, was für satte
100 Km/h reichte, und verfügte über ein Vierganggetriebe.
S4 stand für Sport – Viergang, und sinngemäß
hieß die kleine Schwester jetzt T3, für Touren
Dreigang. Im Lauf der Jahre (sie wurden offiziell bis
1939 gebaut, einige Maschinen aus liegen gebliebenem Material
dürften auch später noch die Fabrik verlassen
haben) machten beide einige Metamorphosen durch: optisch
auffällig zB. der „lange“ Auspufftopf ebenso wie
die Pressblech- anstelle der Rohrgabel.
Thomas Pesendorfers T3 präsentiert
sich frisch lackiert – der Zustand hat eine Totalrestauration
erfordert. Die 250er Puchs waren ja auch nach Kriegsende
noch lange im harten täglichen Einsatz - es gab anfangs
nur wenige, die sich das Nachfolgemodell TF leisten konnten.
Eine Vorkriegspuch war leicht zu haben, denn nur zur Veranschaulichung
ihrer Beliebtheit hier abschließend ein bisschen
Statistik: 1938, als diese T 3 gebaut wurde, trugen von
37.000 in Österreich registrierten Motorrädern
satte 32.000 den Puch-Adler am Tank!