„Sport Viergang“ bedeutet das Kürzel
S4 der 250er Puch aus den 30er Jahren, und es verdeutlicht
den auffälligsten Unterschied zum Basismodell T3, der
„Touren Dreigang“. Debütiert hatte die S4, das Basismodell,
das vorher schlicht „Touren 250“ geheißen hatte, gab
es schon seit 1929. Sie war die logische Weiterentwicklung
der 220er, die sich wiederum auf die 175er als Vorfahr berufen
konnte.
Auch die S4 hat sich über die Jahre weiter-entwickelt,
am wenigsten betroffen war davon der Doppelkolben-Zweitaktmotor
mit der längslauf-enden Kurbelwelle, der Rahmen, der
aus zwei separaten Hälften bestehende Kraftstofftank
mit den verchromten Seitenflächen, sowie die für
Puchs der 30er Jahre typische Kupplung im Hinterrad. die
erste augenfällige Änderung kam 1936, als die
Rohrgabel von einer Pressstahl-gabel abgelöst wurde.
1938 wich der Schwalben-schwanz-Auspufftopf mit dem großen
Puch Schriftzug einem langen, runden Schalldämpfer
mit dem Logo. Im selben Jahr wurde auch vom größeren
Modell, der 350 GS, die verstärkte Gabel übernommen.
Ebenfalls von der GS stammt der Schaltautomat mit der kombinierten
Hand – Fußschaltung, auf der S4 ab 1939 . Und schließlich
der leicht geänderte Rahmen und der Zylinderdeckel
mit den vorne erhöhten Kühlrippen, ein Hinweis
für Baujahre ab 1940. |
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Unser Fotomodell dürfte aus 1939/40 sein, und es
trägt von allen etwas. Der Schaltautomat der GS,
die weiß/rote Beschneidung der 500er VL, der Werkzeugkasten
des Exportmodells. In den Kriegsjahren dürfte eben
alles verbaut worden sein, was noch zu finden war. Was
diese Maschine aber ganz besonders auszeichnet und als
Zeitzeugen wertvoll macht, sind die Aufkleber, die man
früher an den Mautstellen beim Überqueren von
Pässen bekam, und die heute noch Zeugnis ablegen
von der Zuverlässigkeit und Ausdauer einer S4. Charaktermerkmale,
für die sie in den 30er und sogar noch in den 50er
Jahren bekannt, berühmt und beliebt war.
Puch
250 S4, Baujahr 1939/40 |
Alfons
Mair, Giering bei Wimsbach |
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