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| Puch
- JAP 500, Baujahr: 1929 |
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| Über die Marke
Puch kennt der Oldtimer Sammler folgende Eckdaten: die Grazer
Firma hat – mit Ausnahme der Zeit vor dem ersten Weltkrieg,
aber wer sammelt schon so was? – ausschließlich Zweitkaktmotoren
gebaut. Und die sind immer selbst entwickelt worden. Aber
kennt nicht der ambitionierte Sammler auch die 800er, die
ja eindeutig ein Viertakter ist? Ja, aber zumindest ist
auch die in Graz entwickelt worden. Somit hätte obenangesprochener
Oldtimer Sammler zumindest 50% recht, wenn da nicht die
500er Puch aus dem Jahr 1929 wäre, die bei Spezialisten
als JAP – Puch bekannt ist, und gemeinhin als am schwersten
zu findendes Stück für eine echte Puch Markensammlung
gilt. Kein Wunder, sind doch gerade einmal 300 Einheiten
entstanden damals... |
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Damals nämlich, als Givanni
Marcellino Firmenchef des Grazer Unternehmens war, und mit
den kleinen Doppelkolbenmodellen der Firma zu sehr guten Absatzzahlen
verhalf. Schließlich waren die Jahre nach Ende des ersten
Weltkriegs nicht die rosigsten, und wer konnte sich da ein
schweres Motorrad kaufen und halten? Aber dann, gegen Ende
der 20er Jahre, hatte sich die wirtschaftliche Situation deutlich
entspannt, nicht genug für die meisten, um sich gleich
ein Automobil leisten zu können, aber die Familie im
Seitenwagen am Wochenende auszuführen, das wurde doch
für viele zur Gewohnheit. Dazu waren aber die Puch Zweitakter
nicht geeignet. Konsequenterweise musste ein schwereres Modell
her, und fertigungstechnisch schien es unmöglich, dafür
die Zweitakttechnologie heranzuziehen (obwohl Puch selbst
wenige Jahre später diese Meinung ad absurdum führte
und einfach zwei 250er Motoren koppelte). Und selbst einen
Viertaktmotor zu konzipieren, hätte die Grazer vom Zeitaufwand
ebenso wie von den Kosten schlicht überfordert. Also
ging Marcellino dorthin einkaufen, wo das größte
Angebot zu finden war: zum Konfektionsmotorenspezialist JAP
nach England. Um den ausgesuchten 500er Seitenventiler vom
Typ K baute er einen stabilen Doppelschleifenrahmen. |
| Auch die restliche
Ausstattung (Trapezgabel, Trommelbremsen vorn wie hinten,
Dreiganggetriebe mit Handschaltung) entsprach dem Puch Standard
der damaligen Zeit.Das einzige Manko war, dass der Beiwagen
für den Motor an der falschen Seite anzuschließen
war, die Wartungsarbeiten also etwas umständlich zu handhaben
waren. Das hinderte aber kaum einen der wenigen Käufer
(wie gesagt, nur ca. 300!), seine Maschine mit einem der Gespanne
auszustatten, wie sie in Österreich, aber auch im benachbarten
Deutschland von zahlreichen Firmen angeboten wurden. |
Puch - JAP 500, Baujahr:
1929
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Besitzer:
Hans Unterleitner
Attnang Puchheim |
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