Wie auch immer,
die kleine Douglas kam 1933 in die Läden, angepriesen
als Billigmodell, das der maroden Marke aus der Bredouille
helfen sollte. Die bereits seit 1907 bestehende und für
ihre Boxermotorräder bekannte Firma war erst 1932 als
Douglas Limited neu gegründet worden, musste aber noch
im selben Jahr Konkurs anmelden. Kurz darauf erschien der
Hersteller unter demselben Namen wiederum auf dem Markt,
auch die Modellpalette mit Motorrädern zwischen 250
und 600 ccm Hubraum war gleich geblieben. Lediglich die
Bantam war neu hinzugekommen.
Und sie unterschied sich doch sehr von ihren größeren
(und teureren Schwestern). Hatte sie doch einen Einzylindermotor,
der zwar auch liegend eingebaut war, aber ansonsten nichts
mit den sonst bei Douglas gebauten Boxermotoren zu tun hatte.
Er kam nämlich von Villiers, und dort fertigte man
traditionell nur Zweitaktmotoren! (Villiers wurde schon
1898 von Sunbeam Gründer John Marston ins Leben gerufen,
um Fahrradzubehör herzustellen. 1911 kam der erste
Motor, weil Marston aber Sunbeam nicht ins Gehege kommen
wollte, beschränkte er sich auf Zweitakt-Einbauaggregate
mit maximal 350ccm Hubraum) Der kleine Zweitakter hat einen
Hubraum von 150 ccm, dessen ca. 5,5 PS über ein handgeschaltetes
Albion Dreiganggetriebe ans Hinterrad wandern. Atmen tut
der Kleine über einen bei Villiers selbst gefertigten
Vergaser, der sehr dekorativ über einen beinahe erotisch
geformten Krümmer den liegenden Zylinder mit Sauerstoff
versorgt. |